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USA: Nützliche Tipps für die Backpackertour durch Kalifornien

Heute erzähle ich dir etwas über meine alle erste Backpackertour durch Kalifornien. Vor 3 Jahren konnte ich mir einen persönlichen Eindruck von “The Sunny State” verschaffen und was mir und meinem aus dem konservativen Deutschland kommenden Reisehintern sofort auffällt sind die Maße in den USA – alles scheint eine Ecke größer zu sein: Autos, Straßen, Öfen und Kühlschränke; das alles gibt es hier in den USA in XXL. Zumindest ist das mein persönlicher erster Eindruck. Der zweite und noch viel wichtigere Eindruck ist, dass die Amerikaner wirklich hilfsbereit und offen sind. Offener als Deutsche, das muss ich schon gestehen.

Und ich will hier nicht unbedingt pauschalisieren, aber sobald ich eine Straßenkarte in meinen Händen hielt und sie auf offener Straße geöffnet habe, haben mich Menschen gleich angesprochen und ihre Hilfe angeboten, weil sie sofort erkannt haben: Backpack auf dem Rücken, umständlich große Straßenkarte in den Händen und verunsichert Ausdruck im Gesicht = Neu in der Stadt und womöglich verlaufen. Das fand ich unheimlich sympathisch. Mir ist sogar einmal ein Gast aus einem Café hinterhergelaufen, als mir der Verkäufer leider nicht sagen konnte wo ich ein gutes einfaches Sandwich finden konnte (ich konnte mir Morgens nicht gleich so ein typisch deftiges American Breakfast reinziehen), um mir dann eine ausführliche Wegbeschreibung zu einer guten Snackbar zu geben. Vielleicht sind auch nur die Menschen in Kalifornien so nett (das gute und sonnige Wetter wirkt sich positiv auf die Stimmung aus)?

Die beste Route für einen Monat Backpackertour durch Kalifornien

Perfekte Route durch Kalifornien

Kalifornien  ist eigentlich nicht so groß und sieht auf der Karte eher schmal und lang aus. In meinen Augen hat das die Routenplanung erheblich erleichtert – es ging halt entweder von oben nach unten oder von unten nach oben. Ich startete in good old San Francisco – and loved it!

Wie komme ich am besten hin?

Damals war ich noch ein Newbie in der Backpackerwelt und hab mir die Flugtickets von einem Reisebüro geholt – großer Fehler. Ich hab am Ende sage und schreibe 1.200 € für den Hin- und Rückflug bezahlt. Nun mal zum Vergleich ich hab zu einem späteren Zeitpunkt 1.400 € für einen Gabelflug von Hamburg – Bangkok – Bangkok (zwei Monate später) – Christchurch (NZ) – Auckland (NZ) (einen Monat später) – Hamburg bezahlt. Vielleicht hatte ich auch einfach nur Pech mit dem Reisebüro. Auf jeden Fall würde ich dir heute Raten einen Flug nach New York über Skyscanner zu buchen. Je nach Jahreszeit kommst du da mit 300 bis 400€ Hin- und Rückflug weg. Dann gehst du auf Virgin America und buchst von dort deinen Weiterflug nach San Francisco. Da bezahlst du für einen Roundtrip zwischen 180€ und 400€. Also im schlimmsten Fall bezahlst du um die 800€. Was sich immer noch nach einem guten Deal anhört, wenn du mich fragst. Ganz wichtig zu nennen ist noch, dass ich meine Erfahrung mit Virgin America wirklich genossen habe (besonders die Filmauswahl und Sitze). Ich kann dir die Airline wärmstens empfehlen.

Transport in Kalifornien

In Kalifornien habe ich die verschiedensten Transportmittel ausprobiert. Ich bin mit dem Amtrak Zug gefahren (mit dem kommst du am besten und günstigsten von San Francisco weiter durch San Jose nach Santa Cruz), dann bin ich auch per Anhalter gefahren (vielleicht nicht Jedermann’s Sache, aber es war eine tolle Erfahrung) und einmal bin ich auch mit Virgin America geflogen (von San Diego zurück nach San Francisco, um meinen Flug zurück nach Deutschland zu bekommen).

Wie du siehst ist das Transportsystem wirklich gut ausgebaut und man kommt leicht von A nach B.

Unterkunft in Kalifornien

Ich hab entweder gecouchsurft oder bin in Hostels eingecheckt. Wenn du eine Backpackingtour durch Kalifornien machst kann ich dir auf jeden Fall die Hosteling International Kette empfehlen (die mit dem Dreieck im Logo). Wenn du auch noch für eine längere Zeit reist, dann wäre eine Mitgliedschaft auch empfehlenswert, denn da bekommt man 10% Discount auf die Übernachtungen. Die Hosteling International Hostels sind sicher und vor allem sauber, deswegen kann ich sie dir besonders empfehlen (wer hat schon bock auf ein Hostel mit Bettwanzen?).

Ausgaben

Nordamerika ist natürlich nicht vergleichbar mit Südostasien. Es ist schon teuerer, aber immer noch günstiger als in Deutschland. Also mit allem drum und dran, sprich Unterkunft, Transport, Verpflegung, Aktivitäten und ein bisschen Shopping bist du bei ungefähr US $38/ Tag dabei. Das heisst ich habe in einem Monat um die US $1.200 ausgegeben. Ist schon eine Menge Geld und das obwohl ich auch mal per Anhalter gefahren bin und auf so einigen Sofas durch Couchsurfing übernachtet habe. Ich glaube man kann aber noch weniger ausgeben, wenn man noch konsequenter gewesen wäre (nur per Anhalter fahren und nur Couchsurfen). Das setzt aber auch voraus, dass man mehr Zeit hat. Ironischerweise ist es so, dass wenn wir nicht so viel Zeit in einem Land haben wir die schnellere und oftmals teurere Option vorziehen.

Geheimtipp für die Backpackertour durch Kalifornien

Mein absoluter Geheimtipp für dich wäre der Big Sur! Der Big Sur ist ein Küstenabschnitt am Highway 1, der bei Monterey anfängt und bis Gorda geht (das sind ca. 140km). Ich würde dir wirklich wärmstens empfehlen die Strecke per Anhalter zu nehmen. Da hast du auch mal die Freiheit an die Seite zu fahren, um Bilder zu machen. Vorausgesetzt du erwischst einen netten Fahrer. Du solltest es auf jeden Fall versuchen, denn da besteht immerhin die Chance auf einen Stop, anders als beim Bus. Der hält sicher nicht für dich an, damit du ein paar Fotos knippsen kannst 😉 Wenn du noch ein wenig zu schüchtern bist, um per Anhalter zu fahren (oder ein Angsthase wie ich) dann schließ dich mit jemanden zusammen, den du auf deiner Reise kennengelernt hast – das macht doppelt so viel Laune, gerade wenn man die Wartezeiten überbrücken muss bis das nächste Auto anhält (ihr könnt dann Wanderlieder im Kanon singen – man tut ja schließlich alles damit einem nicht langweilig wird ;).

Das waren meine Eindrücke vom Big Sur:

Big Sur in Kalifornien Big Sur in Kalifornien Big Sur in Kalifornien Big Sur in Kalifornien

Was habe ich auf der Reise gelernt?

Man kann vieles alleine machen, no problem – aber sich alleine einen Freizeitpark (Universal Studios in meinem Fall) anzuschauen ist schon nervig und eine wahre Bewährungsprobe. Das ist glaube ich einer der wirklich wenigen Dinge, die man nicht alleine machen sollte. Es ist so viel los, dass man kaum jemanden findet, den man für ein Bild ansprechen kann und die Attraktionen sind alleine nur halb so lustig. Aber hey, immerhin war ich da und es war im Großen und Ganzen schon eine coole Erfahrung (Hallo?! Ich hab die Filmkulissen von den Desperate Housewives gesehen <3).

 

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